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3D Laserscanning

Bild: 3D Scanner der Firma Riegl im Einsatz auf der Grabung Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig.

3D Scanner der Firma Riegl im Einsatz auf der Grabung Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig. 
(© Landesamt für Archäologie)

In vielen Innenstadtbereichen Sachsens finden umfangreiche Baumaßnahmen statt, denen archäologische Untersuchungen vorausgehen.

Seit Mitte 2004 setzt das Landesamt für Archäologie in der Grabungsdokumentation erfolgreich High-Tech in Form eines 3D-Laserscannersystems (RIEGL LMS Z-420i) ein.

Ziel des Einsatzes dieser neuen Technologie ist Gewinnung dreidimensionaler raumbezogener Daten für eine steingenaue und photorealistische Dokumentation der archäologischen Befunde im Innen- und Außenbereich. Hierzu dient unser Verfahren des objektbezogenen Laserscannings, dass derzeit auf Grabungen zeit- und qualitätsoptimiert eingesetzt wird.


Bild: Scann eines obertägigen Tagebaulochs (Pinge) in der wüsten Bergbausiedlung Bleiberg auf dem Treppenhauer, Kr. Mittweida. Das Höhenmodell in Falschfarben gibt die Niveaus in entsprechenden Farbabstufungen wider: blau = höher; rot = tiefer. Die "Sockel" zeigen die Positionen von Bäumen in dem heute dicht bewaldeten Areal

Scann eines obertägigen Tagebaulochs (Pinge) in der wüsten Bergbausiedlung Bleiberg auf dem Treppenhauer, Kr. Mittweida. Das Höhenmodell in Falschfarben gibt die Niveaus in entsprechenden Farbabstufungen wider: blau = höher; rot = tiefer. Die "Sockel" zeigen die Positionen von Bäumen in dem heute dicht bewaldeten Areal 
(© Landesamt für Archäologie)

Der 3D-Laserscanner tritt mehr und mehr an die Stelle des händischen Zeichnens ganzer Grabungsflächen. Die dabei erzielte Zeit- und Kostenoptimierung ist ein weiterer Baustein in der Bemühung um Effizienzsteigerung auf unseren archäologischen Ausgrabungen.
Bild: Texturiertes Oberflächenmodell eines Kellers der Grabung Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig.

Texturiertes Oberflächenmodell eines Kellers der Grabung Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig. 
(© Landesamt für Archäologie)

Auf Grundlage dieser qualitativ hochwertigen Rohdatenbasis (Punktwolken und Digitalfotos) werden in der Datenaufbereitung beliebige Schnitte, Ansichten und OrthoPhotos aus texturierten Flächenmodellen generiert. Auch die Möglichkeiten animierter 3D-Visualisierungen stehen immer mehr im Mittelpunkt der graphischen Dokumentation.
Bild: Der Scanner leistete gute Dienste bei Vermessungsarbeiten in Mittelalterlichen Bergbauschächten in Dippoldiswalde, Kr.Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Scanner leistete gute Dienste bei Vermessungsarbeiten in Mittelalterlichen Bergbauschächten in Dippoldiswalde, Kr.Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.  
(© Landesamt für Archäologie)

Um technologisch stets up to date zu sein, arbeitet unsere Einrichtung in einer engen Kooperation mit dem Fachbereich Vermessungswesen / Kartographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH).
Diese bei uns im Hause angesiedelte Technologie und Dokumentationsmethode können wir Ihnen auch als Dienstleistung in vielfältigen Einsatzbereichen außerhalb der Archäologie anbieten. Wir beraten Sie gerne.

Bei diesen Dokumentationsprojekten kam der 3D Scanner bereits zum Einsatz:
  • Leipzig Umbau Karstadt [2004]
  • Dresdner Schloss (Ostflügel, Nordflügel, Kemenate) [2004-2005]
  • Dresdner Neumarkt (Prisco-Areal) [2004]
  • Leipzig City-Tunnel (Wilhelm-Leuschner-Platz, Schillerpark) [2004-2005]
  • Stuttgart Altes Schloss (ehem. Weinkeller) [2005]
  • Bischofswerda (Rathaus) [2005]
  • Ehem. Bergbausiedlung Bleiberg auf dem Treppenhauer bei Sachsenburg [2005]
  • Kellerreste des ersten Dresdner Rathauses, Dresden Altmarkt [2007]
  • Keller Quartier VIII Dresden-Neumarkt [2008]
  • Altbergbau Dippoldiwalde [2009]
  • Heuersdorf [2005-2009]


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