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Aktuelles

Zur Zeit zeigen wir keine Sonderausstellungen im Japanischen Palais.

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Das Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden


         

Mit der vorerst letzten Sonderausstellung ging Anfang Januar 2009 eine 54jährige Museumstradition zu Ende. Das Landesmuseum für Vorgeschichte schloss im Japanischen Palais seine Tore. Dieses Ende sei allerdings kein Schlussstrich, sondern ein Startschuss für den Neubeginn, sagte Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange zu diesem Anlass. Das in Planung befindliche  Landesmuseum für Archäologie und Geschichte Sachsens in Chemnitz werde den Missstand einer fehlenden Dauerausstellung der sächsischen Archäologie beheben. Die Archäologie werde der Kern des neuen Landesmuseums. Darüber hinaus würden  im Spiegel der Archäologie auch wesentliche Aspekte sächsischer Geschichte dargestellt.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte hatte 1954 die Ruine des kriegszerstörten Japanischen Palais' übernommen und schrittweise wieder nutzbar gemacht. Bis zur Zerstörung im Februar 1945 waren Schausammlung und Arbeitsräume des 1938 ins Leben gerufenen Museums im Zwinger und im Taschenbergpalais beheimatet, seine Depots hatten sich im Schloss befunden.  Ebenfalls im Jahr 1954 wurde das Landesmuseum mit der Pflege der sächsischen Bodendenkmäler betraut  und war damit für Schutz, Dokumentation und Bergung archäologischer Funde zuständig. In den 80er Jahren begann die Ausstellungstätigkeit des Hauses mit wechselnden Präsentationen, darunter 1984 die Schau »Archäologische Forschungen in Sachsen«.  1991, nach der Wende, wurde das Landesmuseum dem neu eingerichteten Landesamt für Archäologie zugeordnet, in dem es fortan eine eigene Abteilung bildete. Das Ausstellungsprogramm umfasste nun auch Themen aus weiteren geographischen Räumen und Epochen. Es führte nach Ägypten, an den Persischen Golf und stellte »Ötzi« und seine Welt vor. Als einziges landesgeschichtliches Museum im Freistaat Sachsen hatte das Landesmuseum die durchgehende geschichtliche Entwicklungen über einen Zeitraum von vor ca. 280.000 Jahren bis in die Neuzeit zum Thema. Zugleich öffnete es seine Räume der modernen Kunst und zeigte in der Reihe »Zu Gast im Palais« Ausstellungen moderner Fotografie, Malerei und Skulptur. Seit 1993 wurden auf diese Weise 49 Sonderausstellungen realisiert. Der bauliche Zustand des Japanischen Palais ließ allerdings die Einrichtung einer Dauerausstellung nicht zu. Anfang des Jahres 2000 bezog das Landesamt für Archäologie seinen neuen Dienstsitz in Dresden Klotzsche. Dorthin war bereits 1997 das umfangreiche archäologische Depot umgezogen, das im Palais nur mangelhaft untergebracht war.

Derzeit laufen die Planungen für das zukünftige »Haus der Archäologie« in Chemnitz. Dort werden wir Ihnen ab dem Jahr 2012 im ehemaligen Kaufhaus Schocken die sächsische Archäologie in einer zeitgemäßen Gestaltung präsentieren. Zum ersten Mal werden hier Funde aus Sachsen in einer umfangreichen Dauerausstellung zu sehen sein, die den Zeitraum von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit abdeckt.

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