21.05.2014

Ausgrabungen in Wiesa, Kr. Bautzen, abgeschlossen

Auch ehrenamtliche Helfer waren bei den Grabungen in Wiesa konzentriert bei der Arbeit. 
© Landesamt für Archäologie

Der Tontagebau Wiesa-Hasenberg bei Kamenz ist bereits seit Längerem als wichtige paläobotanische Fundstelle berühmt.

Kaum jemand weiß jedoch, dass auch archäologische Denkmale aus der unmittelbaren Umgebung bekannt sind. Im Vorfeld der Erweiterung des Abbaufeldes wurden deshalb in enger Abstimmung mit dem Betreiber Ausgrabungen des Landesamtes für Archäologie durchgeführt, die nun abgeschlossen sind. Mit tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger des Landkreises Bautzen, denen an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll, wurden in einem engen Bereich Befunde unterschiedlicher Zeitstellung freigelegt. Ein Pfostenbau aus der Jüngstbronzezeit konnte innerhalb der Baufeldgrenze nur teilweise dokumentiert werden. Weitere Fundstücke belegen jedoch die rege Nutzung des Areals in dieser Epoche. Weitere Befunde stammen aus slawischer Zeit. Zwei große Strukturen können als Werkplätze, möglicherweise sogar als Grubenhäuser angesprochen werden. Die archäologischen Arbeiten weckten auch das Interesse von Schülern der 5. Klasse des Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium in Dresden, die die Gelegenheit nutzten, um sich über die Arbeit der Archäologen vor Ort zu informieren.

R. Wegener M.A.

Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse des Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium Dresden verschaffen sich einen Überblick über die Grabungsfläche von Wiesa.
Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse des Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium Dresden verschaffen sich einen Überblick über die Grabungsfläche von Wiesa.  © Landesamt für Archäologie
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