Rohnau: Die Burgruine der Raubritter
Einladung zu einem naturkundlich-archäologischen Spaziergang am 1. Mai 2026
Polnische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im Rahmen des Interreg Projektes Kruche dziedzictwo / Fragiles Erbe auch die Ruine der Burg Rohnau (Ronov /Ronow) in Bogatynia–Trzciniec. Sie laden ein zu einem Spaziergangs auf dem Burgberg und informieren über ihre Entdeckungen. Bei dieser Gelegenheit werden auch archäologische Funde gezeigt, die im Rahmen der Forschungen in der Oberlausitz entdeckt wurden. Die Veranstaltung findet mit deutschsprachiger Übersetzung statt. Der Spaziergang dauert etwa 1,5 Stunden und führt auf Wald- und Bergwegen über eine rund 2 km lange Rundstrecke.
Zeit und Ort der Veranstaltung:
- 1. Mai 2026, Beginn 11:00 Uhr, Ende gegen 13:00 Uhr
- Treffpunkt ist der Platz vor der Burg Rohnau am nördlichen Ende der ul. Lipowa in Bogatynia-Trzciniec
- Wir empfehlen, Fahrzeuge im Bereich der Kreuzung ul. Lipowa / ul. Rolnicza zu parken
Der Veranstaltungsort ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Zittau und Bogatynia erreichbar
Hintergrund
Unter dem reichen archäologischen Erbe der Oberlausitz nehmen die mittelalterlichen Burganlagen einen besonderen Platz ein. Ein Beispiel hierfür ist die Ruine der Burg Rohnau (Ronov /Ronow) in Bogatynia–Trzciniec. Die Burg entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts als einer der Sitze des böhmischen Adelsgeschlechts der Ronoven (von Rohnau). Später wurde sie im Jahre 1399 von den Truppen des Oberlausitzer Sechsstädtebundes erobert und gesprengt, da sich dort Raubritter niedergelassen hatten, die auf dem Handelsweg entlang der Lausitzer Neiße ihr Unwesen trieben. Seitdem liegt Rohnau in Ruinen – jedoch nicht in Vergessenheit. Die Anlage wurde immer wieder besucht und teilweise umgestaltet, um ihre touristische Attraktivität zu erhöhen, ehe sie zur Zeit des Zweiten Weltkriegs erneut verfiel