26.11.2005

Sächsischer Archäologe erhält italienischen »Capo-Circeo Preis 2005« für herausragende Forschungsleistung.

Der Preisträger Harald Stäuble 
© Landesamt für Archäologie

Dr. Harald Stäuble erhält am 26.11.2005 in Rom den Preis der »Vereinigung für Deutsch-Italienische Freundschaft« für seine besonderen Forschungsverdienste.

Als Referent beim Landesamt für Archäologie Sachsen zeichnete Stäuble für die archäologischen Ausgrabungen der Kreisgrabenanlagen von Dresden Nickern und Eythra im Südraum Leipzig verantwortlich. Seine Erkenntnisse zu deren Bauweise und Aussehen,  sowie die Erklärung dieser jungsteinzeitlichen Monumentalbauten als zentrale Plätze großer Siedlungen mit sozialen Funktionen als Märkte und zeremonielle Orte hat in der Wissenschaft breite Anerkennung gefunden. Auf  seinen Ausgrabungen im Kreis Delitzsch kam im Jahr 2003 der mittlerweile berühmte »Adonis von Zschernitz« zum Vorschein –  der bislang einzige bekannte Torso einer männlichen Ton-Figurine der frühen Jungsteinzeit Europas.

Die goldene Statue der Zauberin Circe, die den Beginn der römischen Zivilisation symbolisiert,  wird seit 1977 jährlich auf dem Capitol in Rom an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders auf dem Gebiet der Politik, Wirtschaft und Kultur verdient gemacht haben.

Als einer der Preisträger der 29. Ausgabe des »Capo Circeo« findet sich Stäuble als erster Archäologe in illustrer Gesellschaft. In der Reihe der bisherigen Laureaten stehen neben Politikern wie Vaclav Havel, Helmut Kohl und Giscard D’Estaing, auch der Philosoph Hans Gadamer, der Soziologe Sir Ralf Dahrendorf und der Historiker Joachim Fest.

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