14.08.2012

Vor zehn Jahren: Flutkatastrophe in Dresden erreicht ihren Höhepunkt

Die Elbeflut erreicht das Japanische Palais – bis hier und nicht weiter... 
© Landesamt für Archäologie

Japanisches Palais kommt glimpflich davon

Von der Flutkatastrophe im August 2002 war auch das Japanische Palais, Sitz des Landesmuseums für Vorgeschichte, direkt betroffen, da es nur wenige Schritte vom Elbufer entfernt liegt. Der Palaispark wurde dabei komplett überflutet. Zum Glück hatten findige Baumeister das Palais parkseitig mit einem Wall samt umlaufendem Graben versehen, so dass die Fluten nicht direkt ins Haus eindringen konnten. Allerdings begann durch den enormen Druck Grundwasser durch die Fundamente in den leerstehenden Keller des Hauses und den Graben zu dringen.

Am gegenüberliegenden Elbufer ist die Weißeritz zu ihrer alten Mündung zwischen Semperoper und Landtag zurückgekehrt, und ihre Fluten stürzen als Wasserfall über die Ufermauer.
Am gegenüberliegenden Elbufer ist die Weißeritz zu ihrer alten Mündung zwischen Semperoper und Landtag zurückgekehrt, und ihre Fluten stürzen als Wasserfall über die Ufermauer.  © Landesamt für Archäologie

Unter großen Kraftanstrengungen und mit Unterstützung freiwilliger Helfer gelang es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für Archäologie mit eigenen technischen Mitteln tagelang ein Volllaufen von Keller und Graben zu verhindern. Letztlich halfen die starken Pumpen des THW Iserlohn-Kalthof aus Nordrhein-Westfalen das Schlimmste zu verhindern. Soldaten des Jägerbataillons 371 aus Schneeberg halfen, die Kellerfenster mit Sandsäcken abzudichten. So kam das Japanische Palais ohne größere Schäden davon. Die damalige Sonderausstellung »Faszination Mensch: Das spektakuläre Schauspiel über den Ursprung der menschlichen Kultur« blieb auch während der Flut für die Besucher geöffnet – die Bewohner Dresdens hatten damals jedoch andere Sorgen.

 

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