26.09.2022, 14:00 Uhr

Workshop: Die Mikwe von Chemnitz

Michael Stötzer, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops im prächtigen Rahmen des Stadtverordnetensaales des Chemnitzer Rathauses. 
© Landesamt für Archäologie Sachsen

Optionen zur Sicherung eines herausragenden archäologischen Denkmals.

Bei den archäologischen Grabungen in der Neuen Johannisvorstadt in Chemnitz wurde im Frühjahr 2022 eine Kellermikwe entdeckt – ein jüdisches Ritualbad, das für Chemnitz und Sachsen einen bislang einmaligen Befund darstellt.

Am Freitag, dem 23.09.2022 trafen sich etwa fünfzig Fachleute, darunter Architekten, Archäologen, Konservatoren, Historiker und Vertreter städtischer Interessengruppen im Stadtverordnetensaal der Stadt Chemnitz zu einer lebhaften Diskussion über den einmaligen Fund. Der Workshop diente dem Austausch mit Kollegen verschiedener Fach­richtungen, um von deren Erfahrungen mit ähnlichen Anlagen zu profi­tieren. Bei den zahlreichen Vorträgen zu ähnlichen Befunden in Erfurt, Schmalkalden, Sondershausen, Worms und Köln wurde rasch offensichtlich, dass es für die dauerhafte Sicherung eine Fülle noch offener konservatorischer Fragen gibt – darunter nicht zuletzt diejenige nach Möglichkeiten des laufenden Monitorings und der öffentlichen Präsentation der Mikwe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die Veranstaltung einen gelungenen Auftakt bot, von dem aus nunmehr detaillierte Fragestellungen formuliert werden können.

Der Workshop fand als Kooperation zwischen dem Landesamt für Archäologie Sachsen und der Stadt Chemnitz statt, die hierfür den Stadtverordnetensaal im Rathaus zur Verfügung stellte.

Die Kellermikwe von Chemnitz ist komplett aus Ziegelmauerwerk und besteht aus Zugang, Vorraum, Tauchbecken, sowie dahinter einer kreisrunden Wasserzufuhr.
Die Chemnitzer Mikwe im Frühjahr 2022 mit (von rechts) Zugang, Vorraum, Tauchbecken und Wasserzulauf  © Landesamt für Archäologie Sachsen
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