03.08.2026, 09:00 Uhr

Archäologisches Erbe – Wälder – Klima

Alte Eiche im Wald
Schutz und Gefahr für die Archäologie in Polens Wäldern. Foto: Fragiles Erbe  

Einladung zu einem archäologisch-dendrologischen Workshop im Forstamt Ruszów am 7. August 2026

Die Wälder Polens und Deutschlands erfüllen neben zahlreichen anderen Funktionen auch die Rolle eines Refugiums für das europäische archäologische Erbe, dessen zeitlicher Rahmen von der Steinzeit bis in die Gegenwart reicht. Wälder sind ein wesentlicher Bestandteil des physischen Schutzes archäologischer Denkmäler in den europäischen Kulturlandschaften, da sie diese beispielsweise vor Erosion bewahren. Im Zuge des gegenwärtigen Klimawandels, der zu einer Schwächung der Waldökosysteme führt, scheint jedoch auch die Schutzfunktion der Wälder für das archäologische Erbe abzunehmen. Die Untersuchung dieser Problematik sowie die Erarbeitung möglicher Lösungsansätze bilden den Gegenstand des deutsch-polnischen Projekts »Fragiles Erbe«, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus beiden Ländern zusammenarbeiten. Das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen archäologischem Erbe, Wäldern und Klima erfordert eine interdisziplinäre und mehrdimensionale Betrachtung.
Zur Präsentation erster Forschungsergebnisse zu dieser Problematik sowie zur Diskussion über Möglichkeiten, die Schutzaufgaben für das archäologische und natürliche Erbe im Rahmen der forstwirtschaftlichen Nutzung klimatisch belasteter Wälder miteinander zu verbinden, laden wir Sie herzlich in den Sitz des Forstamtes Ruszów, ul. Leśna 2, am Freitag, dem 7. August 2026, ein.
Im ersten Teil der Veranstaltung präsentieren wir die neuesten archäologischen Entdeckungen in den Wäldern der Forstämter Pieńsk, Ruszów und Wymiarki. Die Ergebnisse werden sowohl in Form von Vorträgen als auch anhand ausgewählter Fundstücke vorgestellt. Ziel ist es, Antworten auf die Frage nach dem aktuellen Erhaltungszustand des archäologischen Erbes in den Wäldern zu finden.
Im zweiten Teil werden in Form von Vorträgen dendrologische und dendroklimatologische Untersuchungen aus den Wäldern der Forstämter Pieńsk, Ruszów, Węgliniec und Wymiarki vorgestellt. Diese Forschungen dienen dazu, den Zustand der Wälder vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Klimawandels besser zu verstehen sowie Möglichkeiten zur Stärkung ihrer Klimaresilienz und ihres positiven Einflusses auf die Erhaltung des archäologischen Erbes aufzuzeigen.
Die Veranstaltung endet mit einer gemeinsamen Debatte über die vorgestellten Fragestellungen. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsforsten, der Denkmalpflegebehörden und der kommunalen Verwaltungen, an Museumsfachleute sowie an alle weiteren Verantwortungsträger, Interessierten und Freundinnen und Freunde des archäologischen Erbes.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine deutschsprachige Dolmetschung wird gewährleistet.
Das Projekt »Kruche dziedzictwo« / »Fragiles Erbe« (PLSN.01.01-IP.01-0003/24) wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen–Sachsen 2021–2027 kofinanziert.

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